Schädling: Braune Wegameise (Lasius brunneus): Erkennen, Schäden und Bekämpfung

Lasius brunneus

Wir helfen schnell bei akuten Problemen. Alle Informationen zum Thema Braune Wegameise (Lasius brunneus): Erkennen, Schäden und Bekämpfung sowie zur korrekten Bekämpfung findest du hier.

 – Die Begehung ist kostenfrei! –

Allgemeine Informationen

Die Braune Wegameise ist eine in Mitteleuropa verbreitete Ameisenart, die vor allem in der Nähe von Bäumen lebt. In der Natur gilt sie als nützlich, in Gebäuden kann sie jedoch zum Problem werden: Die Art nistet gern in Holzkonstruktionen und kann durch ihre Nestbautätigkeit Materialschäden verursachen.

Größe: Arbeiterinnen 3 bis 5 mm, Königinnen 6 bis 8 mm. Gewicht: sehr gering, meist unter 1 mg pro Arbeiterin.

Das Aussehen

Die Braune Wegameise wirkt schlank und langgestreckt. Typisch ist die zweifarbige bis dreifarbige Färbung:

  • Kopf: hell bronzebraun
  • Thorax (mittlerer Körperabschnitt): gelblich-braun
  • Hinterleib: dunkelbraun bis schwarzbraun
  • Beine: sechs, hellbraun bis gelblich

In Innenräumen wird sie häufig mit anderen kleinen Ameisenarten verwechselt, eine genaue Bestimmung ist bei Verdacht auf Holzbefall besonders wichtig.

Der Lebensraum

Natürlich besiedelt die Braune Wegameise Laub- und Mischwälder, Parks sowie Gärten mit Baumbestand. Sie bevorzugt Totholz und morsches Holz, in dem sie ihre Nester anlegt.

In Gebäuden kann sie sich in Holzkonstruktionen (z. B. Balken, Decken), in Dämmstoffen und hinter Verkleidungen einnisten. Häufig bleiben die Nester lange unentdeckt, weil sie in schwer zugänglichen Bereichen liegen.

Die Ernährung

Die Hauptnahrung der Braunen Wegameise ist Honigtau, den sie von Blattläusen an Bäumen und Pflanzen sammelt. Ergänzend frisst sie:

  • lebende und tote Insekten
  • Aas
  • Pflanzensamen

In Gebäuden wird sie zudem von zuckerhaltigen Lebensmitteln angezogen, etwa durch offene Süßwaren oder klebrige Rückstände.

Die häufigsten Arten in Deutschland

Im Umfeld von Gebäuden werden neben der Braunen Wegameise (Lasius brunneus) häufig auch andere Ameisenarten beobachtet, die ähnlich klein sind und daher verwechselt werden können. Für die richtige Maßnahme ist die Artbestimmung entscheidend, insbesondere wenn Holzbereiche betroffen sind oder ein Nest in der Bausubstanz vermutet wird.

Die Gefahren

Materialschäden: Durch das Anlegen von Nestern kann die Braune Wegameise Holzkonstruktionen erheblich beeinträchtigen. Das Aushöhlen von Balken, Deckenbereichen oder Verkleidungen kann langfristig die Stabilität gefährden.

Hygiene: Für Menschen sind die Ameisen nicht direkt gefährlich. Indirekt können sie jedoch durch Laufwege, Ausscheidungen sowie das Verschleppen von Bakterien und Schimmelsporen die Hygiene in Innenräumen beeinträchtigen.

Die Fortpflanzung

Die Fortpflanzung erfolgt über Geschlechtstiere (Königinnen und Männchen), die das Nest zum Hochzeitsflug verlassen, meist im Sommer. Nach der Begattung gründet die Königin eine neue Kolonie, indem sie Eier legt und die ersten Arbeiterinnen aufzieht.

Eine Kolonie kann mehrere tausend Individuen umfassen, wodurch sich ein Befall in Gebäuden mit der Zeit deutlich verstärken kann.

Das Verhalten

Die Braune Wegameise ist ursprünglich eine baumbewohnende Art, kann sich aber gut an menschliche Bauwerke anpassen. Die Arbeiterinnen legen klare Laufwege an und suchen aktiv nach Honigtau und proteinreicher Nahrung.

Nestbau: in morschem Holz oder in der Erde; in Häusern bevorzugt sie Holzkonstruktionen und Dämmstoffe. Da die Nester oft verborgen liegen, wird der Befall häufig erst durch regelmäßige Ameisenstraßen oder feines Auswurfmaterial bemerkt.

Die Schädlingsart

Die Braune Wegameise gilt als Materialschädling bzw. Holzschädling. Problematisch ist nicht das „Fressen“ von Holz, sondern das Aushöhlen und Erweitern von Hohlräumen durch Nestbautätigkeit, insbesondere in bereits vorgeschädigtem oder feuchtem Holz.

Die Schwierigkeit der Bekämpfung

Die Bekämpfung gilt als mittel bis schwer. Ursache ist, dass Nester häufig versteckt in Holzkonstruktionen, Dämmungen oder hinter Verkleidungen liegen. Sichtbare Ameisen sind oft nur ein Teil des Problems. Für eine nachhaltige Lösung ist meist eine professionelle Schädlingsbekämpfung erforderlich.

Der Schutzstatus

Die Braune Wegameise ist nicht geschützt.

Die Bekämpfungsmethoden

Bei Befall in Gebäuden empfiehlt sich meist ein Profi. Üblich sind Ameisenköder und geeignete Insektizide sowie das Freilegen und Entfernen von Nestern in Holz oder Dämmung. Zur Vorbeugung solltest du Ritzen und Fugen abdichten und Nahrungsquellen minimieren. Hausmittel reichen bei dieser Art oft nicht aus.