Wir helfen schnell bei akuten Problemen. Alle Informationen zum Thema Tauben: Schäden, Gesundheitsrisiken und wirksame Taubenabwehr sowie zur korrekten Bekämpfung findest du hier.
Schädling: Tauben: Schäden, Gesundheitsrisiken und wirksame Taubenabwehr
Columba livia (Haustaube/Stadttaube). Je nach Region treten auch weitere Arten der Gattung Columba bzw. verwandte Taubenarten auf.
Allgemeine Informationen
Tauben gehören in Städten zum gewohnten Bild. Problematisch werden sie, wenn sich größere Bestände an Gebäuden ansiedeln und es zu Kotverschmutzung, Materialschäden oder hygienischen Risiken kommt. Taubenkot ist durch seine Inhaltsstoffe ätzend und kann Fassaden, Dachflächen, Denkmäler und Balkone langfristig angreifen.
Besonders sensibel sind Wohnanlagen, Bürogebäude, Lager, Parkhäuser sowie Lebensmittelbetriebe. Eine professionelle Taubenabwehr zielt darauf ab, Tauben tierfreundlich vom Aufenthalt und Nisten abzuhalten und gleichzeitig die Ursachen (Futter, Sitzplätze, Schlupflöcher) zu beseitigen.
Das Aussehen
Stadttauben variieren stark in der Färbung (grau, schwarz, weiß, gescheckt). Typisch sind ein kompakter Körper, ein kleiner Kopf und ein kurzer Schnabel. Häufig sichtbar: zwei dunkle Flügelbinden bei grauen Tieren. Erwachsene Tauben sind etwa 30 bis 35 cm lang und wirken im Flug kräftig mit schnellen Flügelschlägen.
Der Lebensraum
Tauben sind Kulturfolger und nutzen in Städten vor allem Gebäudenischen als Ersatz für Felsbrutplätze: Dachvorsprünge, Balkone, Fensterbänke, Brücken, Dachböden, Lüftungsschächte und Parkhäuser. Nester finden sich oft in Dachrinnen oder hinter Verkleidungen, was zu Verstopfungen und Folgeschäden (Feuchtigkeit, Laubstau) führen kann.
Die Ernährung
Tauben sind überwiegend Körner- und Samenfresser, passen sich jedoch stark an das Nahrungsangebot an. In urbanen Bereichen fressen sie auch Brot, Essensreste und Abfälle. Offene Müllbehälter, Fütterungen und ungesicherte Lagerflächen fördern die Bestandsentwicklung. In Landwirtschaft und Lebensmittelumfeld kann dies zu Kontamination durch Kot und Federn führen.
Die häufigsten Arten in Deutschland
In Städten dominiert die Stadttaube (verwilderte Haustaube, Columba livia). Regional können auch Ringeltauben (Columba palumbus) und Turteltauben (Streptopelia turtur) auftreten, die jedoch seltener typische Gebäudebrüter in Innenstädten sind.
Die Gefahren
Ein Taubenbefall kann mehrere Risiken verursachen:
- Kotverschmutzung mit ätzender Wirkung auf Stein, Metall und Anstriche
- Gesundheitliche Risiken durch Erreger (z. B. Salmonellen, Ornithose) sowie Parasiten wie Taubenzecken und -milben
- Rutschgefahr auf Wegen/Balkonen durch Kot
- Gebäudeschäden durch verstopfte Dachrinnen, Feuchtigkeit und Nistmaterial
- Lärmbelästigung durch Gurren und Flattern, insbesondere an Schlaf- und Ruhebereichen
Die Fortpflanzung
Tauben können nahezu ganzjährig brüten, besonders bei guter Futterlage. Ein Gelege besteht meist aus 2 Eiern. Nach rund zwei Wochen schlüpfen die Jungen; nach etwa 4 bis 6 Wochen sind sie flugfähig. Mehrere Bruten pro Jahr sind möglich, weshalb sich Populationen an geeigneten Standorten schnell aufbauen können.
Das Verhalten
Tauben sind standorttreu und kehren zuverlässig zu attraktiven Sitz- und Brutplätzen zurück. Sie leben häufig in Gruppen, nutzen wiederkehrende Flugrouten und bevorzugen erhöhte, geschützte Plätze. Bei Störung weichen sie oft nur kurzfristig aus, wenn keine baulichen oder organisatorischen Maßnahmen umgesetzt werden. Daher ist eine konsequente, flächendeckende Vergrämung entscheidend.
Die Schädlingsart
Tauben gelten als Hygiene- und Gebäudeschädling, wenn sie in großer Zahl auftreten oder in sensible Bereiche eindringen. Die Hauptprobleme sind Kotverschmutzung, Nistmaterial in technischen Anlagen sowie Folgeschäden an Bausubstanz. In Betrieben können sie zudem als Kontaminationsquelle (Lebensmittel/Produkte) relevant sein.
Die Schwierigkeit der Bekämpfung
Mittel bis hoch. Tauben sind lernfähig, standorttreu und werden durch Futterquellen stark angezogen. Einzelmaßnahmen (z. B. nur Scheuchen) wirken meist kurzfristig. Nachhaltig ist die Bekämpfung vor allem durch eine Kombination aus Prävention (Futter entziehen, Zugänge schließen) und baulicher Taubenabwehr (Netze, Spikes) sowie regelmäßiger Kontrolle.
Der Schutzstatus
Tauben sind Wildtiere und unterliegen je nach Art und regionaler Regelung dem Natur- und Tierschutzrecht. Maßnahmen müssen tierfreundlich erfolgen; das Fangen oder Töten ist in der Regel genehmigungspflichtig bzw. nur in eng begrenzten Ausnahmefällen zulässig. Bei denkmalgeschützten Gebäuden können zudem Auflagen für Netze und bauliche Veränderungen gelten.
Die Bekämpfungsmethoden
Wirksam sind vor allem Prävention und bauliche Abwehr: Entferne Futterquellen, sichere Müll und schließe Zugänge (Dachboden, Nischen). Taubennetze (ca. 50 mm Maschenweite) schützen Balkone und Höfe tierfreundlich, Spikes verhindern das Landen. Vergrämung (Gerüche/Ultraschall) wirkt oft begrenzt. Bei starkem Befall empfiehlt sich ein Fachbetrieb.

